Auf geöltem Holz helfen Wärme und Zeit: mit Föhn vorsichtig erwärmen, Feuchte entweicht, die Färbung klärt sich. Bei empfindlichen Lacken nur minimal erhitzen. Alternativ sanftes Polieren mit Öl-Wachs-Gemisch. Grundsatz: schrittweise vorgehen, regelmäßig prüfen, nie aggressiv reiben, damit die umgebende Fläche unversehrt bleibt.
Feine Kratzer mit 320er Schleifpapier in Faserrichtung glätten, Staub entfernen, dünn nachölen. Dellen vorsichtig ausdämpfen: feuchtes Tuch auflegen, kurz mit Bügeleisen erhitzen, Fasern quellen, Oberfläche hebt sich. Anschließend trocknen lassen, minimal nachschleifen, Schutz erneuern und den Glanz weich einblenden, ohne sichtbare Ränder.
Unebene Bereiche erst reinigen, dann die hellsten Stellen leicht pigmentiertes Öl verwenden, um Übergänge zu schließen. Überschüsse sorgfältig abnehmen, trocknen lassen, auspolieren. Tageslicht prüfen, da Kunstlicht täuschen kann. Bei Bedarf abends wiederholen, damit am Morgen ein gleichmäßiges, ruhiges Bild ohne Wolken sichtbar wird.
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